Studie zu Bildungschancen in Deutschland
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Der soziale Aufstieg in Deutschland wird durch nichts mehr begünstigt, als durch akademischen Erfolg. Das dieser Erfolg, aber von der Schichtzugehörigkeit des Studenten abhängt, macht eine neue Studie deutlich, die den Familienhintergrund deutscher Studenten genau untersuchte.
Im Rahmen des vierten Eurostudent-Reports wurde das deutsche Hochschulsystem genau analysiert. Demnach kommen nur zwei Prozent der deutschen Studenten aus Elternhäusern mit nicht-akademischen Bildungshintergrund (Hauptschulabschluss, Berufsvorbereitungsjahr). Über 70 Prozent der Eltern deutscher Studierender haben dagegen einen akademischen Abschluss.
Der Umkehrschluss dieser Studie ist es, dass es als selbsverständlich gilt mit einem hohen Bildungshintergrund auch selbst ein Studium aufzunehmen.
Die Eurostudent-Studie definiert “niedriger Bildungshintergrund” über die “International Standard Classification of Education”. Hier wird von den Stufen 0-2 ausgeangen, die den Abschluss des Sekundarabschluss I bezeichnen, ausgegangen.
Das Deutsche Studentenwerk diagnostiziert in seiner Sozialerhebung 15 Prozent der Studierenden eine “niedrige soziale Herkunft”. Hierfür wurden auch Daten über die ausgeübten Berufe der Eltern eingezogen.
Diese Zahlen legen nahe, dass der Bildungsaufstieg für Kinder aus nicht-akademischen Haushalten besonders schwer ist. Vergleicht man Deutschland mit 25 anderen europäischen Staaten in puncto Bildungsförderung, so liegt es, zusammen mit Kroatien, Polen und der Slowakei auf dem letzten Platz. Die ersten Plätze belegen die Türkei und Portugal. Bildungsferne familiäre Hintergründe liegen n diesen Ländern bei über 45 Prozent der Studierenden vor.
Die Anzahl Studierender im Ausland liegt bei Studenten mit hohem Bildungshintergund in fast allen Staaten deutlich höher.
Überschuldete Jugendliche in Schule und Ausbildung
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Immer mehr Jugendliche in Deutschland befinden sich in Schuldenfalle oder sind zumindest auf direktem Weg dorthin. Die Zahl der Heranwachsenden mit Schulden steigt rasant: zwischen 2004 und 2011 sind die Schuldnerfälle bei Personen unter 20 Jahre um 358 Prozent gestiegen. In ganzen Zahlen sind es etwa 243.000 Schuldner. Und die Betroffenen nehmen mit zunehmenden Alter weiter zu. So sind etwa 1,5 Millionen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren von Schulden betroffen. Auch hier ist ein Anstieg seit 2004 um 46 Prozent zu verzeichnen. Die Gründe dafür sind vielseitig. Zum einen spielt die hohe Jugendarbeitslosigkeit ein Rolle, die allerdings im internationalen Vergleich eher gering sei. Zum anderen bestehe ein zunehmend falscher Umgang mit Geld, der schon in sehr Jungen Jahren beginnt. So wird es teils schon falsch von den Eltern oder Verwandten vorgelebt, die sich ebenfalls vieles auf Kredit kaufen würden. Und wenn sich ein 14-Jähriger 100 Euro von einem Verwandten leiht, die er meist nicht mehr zurückzahlen muss, manifestiert sich die Einstellung, dass geliehenes Geld nicht zurückgezahlt werden muss. Zudem trägt die neue digitale Gesellschaft eine Mitschuld: der Online-Kauf wird immer beliebter, weil so einfach. Mit einem Klick ist ein neues Smartphone oder ein Flatscreen bestellt, ohne sofort Geld übergeben zu müssen. Das “virtuelle Bezahlen” wird dabei zum Problem. Aber auch gerissene und zum Teil fahrlässige Banken und Kreditinstitute, die schnelle und unkomplizierte Geldkredite für jedermann versprechen und auszahlen, treiben Personen in die Schuldenfalle. Dabei werden jedoch hohe Kreditzinsen fällig, die am Ende schon alleine kaum gezahlt werden können. Oft sind es gleich mehrere Gläubiger, die bedient werden müssen. Dabei verliert man schnell der Überblick, was wiederum weitere Kosten für Zins- und Mahngebühren nachsichzieht. Eine Schuldnerberatung ist dann oft der letzte Weg, um die Schulden in den Griff zu bekokmmen. Auch ein Umschulden ist sinnvoll, wobei man die unterschiedlichen Zahlungsrückstände auf einen Geldgeber zu möglichst zinsgünstigen Konditionen überträgt. Gerade für Jugendliche ist es wichtig, den richtigen Umgang mit Geld zu lernen. Daher bieten mittlerweile Schulen und Verbraucherzentralen diverse Veranstaltungen und Fortbildungen für Schüler und Lehrer an.
Schwarze Löcher in neuen Dimensionen
Weltraum © Tjefferson - Fotolia.com
Das Team um Nicholas McConnell von der Universität von Kalifornien in Berkeley hat Schwarze Löcher entdeckt, die jeweils rund zehn Milliarden mal so viel Masse haben wie unsere Sonne. Die beiden Neuentdeckungen befinden sich im Zentrum zweier Galaxien in unserer kosmischen Nachbarschaft, schreiben die Forscher im britischen Fachjournal “Nature”. Auch unsere Galaxie, die Milchstraße, hat ein supermassives Schwarzes Loch in ihrer Mitte, dieses hat “nur” etwa vier Millionen Sonnenmassen. Die neu entdeckten Schwarzen Löcher haben noch mal rund 2500 mal mehr Masse.
Aus Beobachtungen extrem weit entfernter aktiver Galaxien aus der Frühzeit des Universums konnten Forscher bereits schliessen, dass es Schwarze Löcher mit mehr als zehn Milliarden Sonnenmassen geben muss. Bisher konnten diese “Rießen” allerdings noch nicht beobachtet werden. Das schwerste bislang bekannte Schwarze Loch wurde im Sternbild Jungfrau entdeckt: In der Galaxie M87 befindet sich ein Schwarzes Loch mit immerhin 6,3 Sonnenmassen. Unter anderem mit Hilfe des Keck-Teleskops auf Hawaii und des Hubble-Weltraumteleskops (in der Erdumlaufbahn) nahmen Astronomen nun die hellsten Galaxien ins Visier. Das sind NGC 3842 im Sternbild Löwe und NGC 4899 im Sternbild Haar der Berenike, sie sind jeweils rund 300 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Indem man die Rotationsgeschwindigkeit der Sterne in diesen Galaxien ermittelte, konnte man die Masse der Schwarzen Löcher bestimmen, um die sie kreisen. Demnach besitzt das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie im Sternbild des Löwen 9,7 Milliarden Sonnenmassen, jenes in der Galaxie im Sternbild Haar der Berenike ist vergleichbar sogar noch größer.
Die Wissenschaftler schreiben, dass die Schwarzen Löcher damit deutlich massereicher sind, als die Eigenschaften der beiden Galaxien erwarten liessen. Das werfe die Vermutung auf, dass die Wachstumsprozesse großer Galaxien und ihrer Schwarzen Löcher sich auf noch ungeklärte Weise von denen kleinerer Galaxien unterscheiden.
21 Lutetia

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Der Asteroid “21 Lutetia” gab Astronomen, aufgrund seiner geringen Größe, die von üblichen Asteroiden abweicht, lange Rätsel auf. Nun ist die Forschung diesem Rätsel ein Stück näher gekommen.
Die europäische Sonde Rosetta landete im Jahre 2010 auf dem “21 Lutetia”, der im Trümmergürtel zwischen Mars und Jupiter liegt. Diese Forschungssonde machte es möglich die genauen Maße des Asteroiden zu bestimmen. Nach Berechnungen der Forschungsgruppe um Holger Sierks vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung ist Lutetia 121 Kilometer lang, 101 Kilometer hoch und 75 Kilometer breit.
Den Forscher gelang es auch die Masse Lutetias zu bestimmen. Sie kamen auf ein Gewicht von 1,7 Milliarden Megatonnen mit einer Dichte von 3,4 Tonnen pro Kubikmeter. Diese Maße sind ungewöhnlich für einen Asteoriden. Ein solcher besteht aus eine Ansammlung lockerem Gesteins, dass sich über Jahrmillionen zusammengeballt hat, von ständigen Kollisionen begleitet wurde und sich damit stetig neu arrangiert. Dies alles führt in der Regel zu einer geringen Dichte. Da die Dichte von Lutetia aber ungewöhnlich hoch ist, stand die Forschungswelt zunächst vor einem Rätsel.
Die einzige wissenschaftliche Erklärung für dieses ungewöhnliche Phänomen muss eine andere Zusammensetzung im Gesamten sein. Forscher des amerikanischen Massachussets Institute of Technology (MIT) gehen deshalb davon aus, dass Lutetia einen geschmolzenen Inneren Kern behinhaltet. Die Oberfläche des Asteroiden ist von eisigen Temperaturen geprägt (Maximal -28,15 Grad Celsius).
Weiter gehen die Forscher davon aus, dass es sich bei Lutetia eher um den Vorläufer eines Planeten, als um das Bruchstück eines größeren Gesteinsbrockens handelt. Der aussergewöhnliche Asteroid ist deshalb mehr als nur eine Ansammlung von galaktischen Steinen. Aus ihm will die Forschung nun wichtige Erkenntnisse über die frühe Phase von Planetenentstehung gewinnen.
Die verschiedenen Hochschulabschlüsse

Diplom, Foto von twicepix/flickr.com
Um einen Diplomstudiengang zu erfolgreich abzuschließen, muss beispielsweise zunächst erst das Grundstudium absolviert werden, an dessen Ende das sogenannte Vordiplom steht. Das wiederum bildet dann die Voraussetzung, um mit dem Hauptstudium fortzufahren, das am Ende eine Diplomarbeit für das entsprechende Zeugnis vorsieht. Auch der Magister ist in etwa so aufgeteilt. Doch im Gegensatz zum Diplom, kann der Magister nur an Universitäten und dort meist ausschließlich in geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fächern. Fachhochschulen unterscheiden sich zu Universitäten darin, dass hier mehr Praxisnähe und Pflichtpraktika bestehen.
In den meisten Fällen, werden für den Magister ein Hauptfach sowie zwei Nebenfächer belegt, wobei die Aufteilung des Stundenplans freier gestaltet werden kann als bei anderen Varianten. Verschiedene Prüfungen und eine Magisterarbeit verleihen den Studenten dann ihren Titel. Beide Abschlüsse allerdings gehören zu einer seltenen Spezies, seit man im Rahmen des Bologna-Prozesses 1999, Bachelor und Master einführte. Damit sollte ein einheitliches europäisches Hochschulsystem entstehen, das Wechsel zwischen Hochschulen erleichtert und den Studienabbruch-Quoten entgegen wirkt. Bisher scheint die Entwicklung jedoch in die entgegengesetzte Richtung zu führen. So wurde zwar die Semesterzahl, jedoch nicht der Stoff reduziert. Der Bachelor als Abschluss allein, bietet außerdem noch keine Promotionsmöglichkeiten. Dazu muss noch der Master im Aufbaustudium erworben werden.
Als “klassisch” erhalten bleibt jedoch das Staatsexamen, wobei die Prüfung nicht etwa von der Hochschule, sondern vom Staat abgenommen wird, um die Qualität der Prüflinge direkt zu verfolgen. Das Staatsexamen gilt nämlich nur für die Fächer der Rechtswissenschaft, der Medizin, Lebensmittelchemie und Lehrämter.
Gibt es die “Generation Porno”?
Psychologen und Pädagogen warnen vor den schädlichen Auswirkungen von sexueller Dauerberieselung für Heranwachsende, wie sie ständig im Internet und Fernsehen passiert. Die heutige Gesellschaft ist ja geradezu mit sexuellen Reizen aufgeladen. Kleine Mädchen werden wie Supermodels angezogen, Jungs kommen wie Machos daher. Ob man ein dreizehnjähriges Mädchen oder eine Frau Mitte Zwanzig vor sich hat, lässt sich heutzutage gar nicht mehr so leicht erkennen.
Die ständige Berieselung mit sexuellen Inhalten verändert laut Experten das Verhalten der Kinder. Sie lernten fälschlicherweise und viel zu früh, dass ihr Ansehen nur davon abhängt, wie sie aussehen. Besonders in Amerika gibt es eine heftige Debatte, in Deutschland wird die Entwicklung noch nicht so kritisch gesehen.
Wichtig ist für Eltern, Sexualität nicht zu tabuisieren, und ihren Kindern Rede und Antwort zu stehen – egal, in welchem Alter sich der Nachwuchs für Sexualität zu interessieren beginnt. Je früher, desto besser, denn spätestens in der Pubertät hören Heranwachsende eh nicht mehr auf ihre Eltern. Sexualität sollte als etwas völlig Natürliches und Schönes übermittelt werden. Kinder sollten von ihren Eltern völlig ungezwungen an diese Thematik herangeführt werden. Wenn Eltern ausweichend reagieren, holen sich die Kinder ihre Antworten ohnehin woanders. Landen sie dabei auf einschlägigen Seiten im Internet oder beim Zappen auf dem falschen Kanal, erhalten sie ein völlig falsches Bild der Sexualität, das auch ihren persönlichen Umgang damit prägen und verunsichern wird. Deswegen ist auch der Erwerb von Medienkompetenz für Kinder so wichtig. Nur so wissen sie zwischen Schein und Sein zu unterscheiden und verstehen, dass das was über die Flimmerkiste läuft, nichts mit ihrem realen Leben zu tun haben muss.
Pornografie findet sich im Internet zuhauf und in allen erdenklichen Varianten und Variationen. Doch wer einmal eine gute und fundierte Sexualaufklärung genossen hat, der versteht automatisch den Unterschied zwischen eigener Sexualität und Pornografie. Wer noch auf der Suche nach Antworten ist, erhält hier definitiv die falschen.
Studium oder Ausbildung?
Nach dem Abitur stehen die meisten Absolventen zunächst einmal vor einer großen Entscheidung. Wie soll es weitergehn? Soll man eine Berufsausbildung beginnen und Geld verdienen? Studieren und zurück an den Schreibtisch? Oder mit dem so genannten “Dualen Ausbildungssystem”, bei dem das Studium in die Ausbildung integriert, beides kombinieren? Es gibt verschiedenste Möglichkeiten.
Wenn man sich für ein Studium entscheidet, kommt natürlich zwangsläufig die Frage auf was du man studieren soll. Deshalb muss man sich zunächst wirklich gut informieren Denn gerade heute ist es schwer sich zu entscheiden, da ständig neue, zum Teil extrem spezialisierte oder auch starkAber interdisziplinäre Studiengänge aus dem Boden sprießen. Aber auch wenn man eine Lehre beginnen will, sollte man sich zunächst genau informieren.
Bei der Entscheidung und der Informationsfindung helfen kann auch ein Besuch im Berufsinformationszentrum, kurz BIZ genannt, sowie in weiteren institutionellen Beratungseinrichtungen. Auch die Arbeitsagenturen bieten mit sogenannte Neigungsfindungs-Tests eine Möglichkeit mit der man kostenlos herausfinden kann, wofür man eher mehr und wofür man eher weniger geeignet ist. Aber auch die Gespräche mit Angehörigen oder Bekannten, die sich bereits im Studium oder Ausbildung befinden, können wichtige Informationen geben und so weiterhelfen.
Wichtig ist es in jedem Fall so früh wie möglich Praxiserfahrung zu sammeln. In einer Ausbildung passiert das ja meist automatisch mit dem erlernten Beruf aber auch im Studium sollte man versuchen die ersten praktischen Erfahrungen in einem Unternehmen oder Betrieb zu sammeln, zum Beispiel mit einem Praktikum oder Ferienjob. Auch das kann helfen sich weiter beruflich zu orientieren.
Schwangerschaft in der modernen Gesellschaft
Früher wurde geheiratet und man bekam Kinder ohne großartig zu planen. Alles schien seinen natürlichen Weg zu gehen. Heute ist alles anders. Ohne einen vernünftigen Zehnjahresplan wird nichts mehr in die Wege geleitet. Und dazu gehört sowohl die berufliche Zukunft als auch die familiäre Planung.
Ein Kind bedeutet für die zukünftigen Eltern eine Umstellung in jeder Lebenslage. Die werdenden Eltern versuchen alles im Voraus zu beachten, um von nichts Unvorhergesehenem erwischt zu werden.
Und es lässt sich wahrlich viel vorbereiten. Schwangere besuchen heutzutage Kurse zur Ernährung, Erziehung und Vorsorge für ihr Kleines. Es wird nichts ausgelassen. Sie trinken spezielle Tees, gehen in Yogakurse, lesen spezielle Babylektüren und davon gibt es nicht wenige. Daneben gehört es selbstverständlich auch dazu, die passende Wohnung für die neue Kleinfamilie zu finden. Darüber kann man hier weiterlesen. Der Markt macht es den werdenden Eltern nicht einfach, einfach nur schwanger zu sein.
Die Soziologin Cornelia Schadler von der Universität Wien sieht die Gründe für die Hektik in der peniblen Planung der Schwangerschaft. Sie hat mit 20 Paaren gesprochen. Meistens bekommt eine Frau nur ein Kind. Dieses Erlebnis soll nicht nur etwas Besonderes werden, sondern auch so passieren, wie es die werdende Mutter wünscht. Es ist quasi ein Lifestyle-Event, der die Eltern in eine neue Lebensphase übergehen lässt.
In den Hochglanzmagazinen wird eine neue Familie kreiert. Eine nahezu perfekte Familie, mit beruflich erfolgreichen Eltern, die sich aber auch Zeit für ihr Kind nehmen. Die Fülle von Tipps und Vorstellungen der Gesellschaft gegenüber den Eltern wird zu einem unmöglichen Unterfangen.
Junge Paare wissen am Ende gar nicht mehr, was falsch und was richtig ist. Sie sind überfordert und im Glauben, sie müssten perfekt sein. Schließlich kann man bei jeder Kleinigkeit Fehler begehen. So erscheint es, je mehr Information man hat, desto unsicherer wird man und die Ängste verleiten dazu, an alles denken zu müssen. Entspannte Eltern sieht man nur noch selten und wenn, dann sind das zumeist nicht die Eltern sondern die Großeltern, die entspannt mit den Kleinen umgehen.
Das Haus der kleinen Forscher
Das Haus der kleinen Forscher ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. McKinsey, Siemens und die Dietmar Hopp Stiftung unterstützen den Verein seit dem Jahr 2007 und sorgen so für tolle Möglichkeiten im Bereich der Bildung von Kindern. Viele Kindertagesstätten sind an dieser Stiftung beteiligt und bilden ein tolles Netzwerk. Kindern wird so die Möglichkeit gegeben ihr Interesse schon sehr an Technik und der Naturwissenschaft zu beweisen.
Seit der Gründung gibt es sehr viele Programme für Erzieherinnen und auch Eltern, die dann die Kindertagesstätten so leiten dass den Kindern tolle Forschungsprojekte gezeigt werden an welchen sie überall aktiv eingebunden sind. Dabei ist das Ziel nicht irgendwelche Leistungen zu bringen, sondern den Kindern den täglichen Umgang mit Wissenschaft zu zeigen und sie selbst Dinge entdecken zu lassen. Die Programme selbst sind dabei sehr altersgerecht gestaltet und machen jede Menge Spaß. Kindertagesstätten soll so eine Plattform geschaffen werden für gemeinsame Forschungsprojekte.
Das Haus der kleinen Forscher hat mittlerweile einen Pool von mehr als 25.000 ausgebildeten Erzieherinnen die sich täglich auf diese Art und Weise mit ihren Kindern beschäftigen. In diesem Jahr wurden erneut 2 Millionen Euro aufgebracht um das Forschungsprojekt nicht nur auf Kindergartenebene sondern auch auf die Altersklasse der sechs bis zehn Jährigen zu übertragen.
Ein großer Erfolg im Juni diesen Jahres war auch der Tag der kleinen Forscher. Das Thema war Gesundheit und die Themengebiete Biologie, Chemie und Physik wurden ebenso behandelt wie die Mathematik. Die Veranstaltung in Berlin war der Vorreiter für viele andere Veranstaltungen in ganz Deutschland.
Bisher lief das Programm der kleinen Forscher sehr gut. Kinder und Eltern sind begeistert dass auf eine solch spielerische Art und Weise solch existenzielles Lernmaterial vermittelt werden kann.
Die Irrtümer zum Thema Sonnenschutz

Sonne und Sonnenschutz / kevindooley
In jedem Jahr und in jedem Jahr noch heißer, wie es scheint, bricht der Sommer wieder über uns herein. Der Sonnenschein lockt jeden nach draußen, doch auch die Irrtümer über den richtigen Schutz beim Sonnenbaden kehren jedes Jahr wieder zurück.
Die Sonne ist zwar äußerst wichtig für unser Immunsystem, die Bildung von Vitamin D und unser geamtes Wohlbefinden, doch darf auch der Sonnenschutz dabei nicht außer Acht gelassen werden. Und nicht alle klugen Tipps, die von Jahr zu Jahr weitergegeben werden, entsprechen auch der Wahrheit.
Das Nachcremen verlängert beispielsweise nicht, wie viele denken, auch die Zeit des Schutzes. Denn Sonnencreme hält nur für eine bestimmte Zeit. So kann der Schutz vor allem nach dem Baden zwar erneuert, jedoch nicht in die Länge gezogen werden. Ebenso unzutreffend ist der Glaube, bereits gebräunte Haut bräuchte keinen Sonnenschutz mehr. Solch eine Bräune bewirkt nur gewissen Schutz vor einer aggressiven UV-Strahlung und nimmt bei intensiver Einstrahlung ebenso Schäden davon. Diese werden allerdings meist erst viel später als vorzeitige Hautalterung oder Altersflecken auch für das Auge sichtbar. Selbstbräuner sind hierbei natürlich keineswegs als Schutz geeignet, da diese nur durch Verbinden mit Bestandteilen der menschlichen Oberhaut in der Hornschicht die Hautoberfläche braun färbt. Das ist ein rein kosmetischer Effekt und ändert absolut nichts an den Fähigkeiten der Haut.
Auch wer sich im Schatten sicher vor Sonnenbrand fühlt, kann böse Überraschungen erwarten. Von Sand, Wasser und Gebäuden können nämlich bis zu 85 Prozent der Strahlung reflektieren. Sonnenschirme und Wolken halten diese Intensität ebenfalls nicht vollständig ab. Deshalb können Menschen mit empfindlicher Haut nach einem Tag am Strand selbst wenn sie diesen unter einem Sonnenschirm verbracht haben, einen Sonnenbrand bekommen. Also auch im Schatten lässt es sich bräunen und dazu ist es noch schonender und gleichmäßiger. Doch während der Mittagszeit sollte es man den Südländern gleichmachen und sich eine Siesta gönnen, statt in der prallen Sonne umherzulaufen.
Überhaupt nicht schützend, sondern auch noch verstärkend auf die Sonne, wirkt Wasser. Selbst einen halben Meter unter Wasser kommen noch bis zu 60 Prozent der UVB- und 85 Prozent der UVA-Strahlen an. Dazu kommt noch, dass man gar nicht bemerkt, wie sie der Rücken rötet, solange die Haut durch das Wasser gekühlt wird. Um das zu verhindern, empfiehlt sich wasserfeste Sonnencreme, die zusätzlich auch die Haut vor Chlor- und Meerwasser schützt. Für Kinder sollte sogar entsprechende Schwimmkleidung mit UV-Schutz vorgesehen werden, denn nicht jede Kleidung schützt. Im Handel gibt es spezielle Kleidung mit einem Lichtschutzfaktor bis zu 40, imprägniert mit Lichtschutzsubstanzen. Manche UV-Strahlen dringen nämlich durch Textilien, besonders durch enge und leichte Hemden oder nasse Stoffe, hindurch. Damit die Haut unter einem dünnen hellen Bikini nicht beschädigt wird, sollte also auch diese Partien eingecremt werden. Der passende Kopfschutz darf natürlich auch nicht vergessen werden.
Beim eincremen ist zu beachten, dass Sunblocker in keinem Fall die Sonnenstrahlen völlig ausschalten können, sondern lediglich einen besonders hohen Lichtschutzfaktor bieten. Manche fühlen sich dabei sicher geschützt und vergessen das wichtige Erneuern des Schutzes. Ein derart hoher Lichtschutzfaktor verhindert dabei jedoch keinesfalls die Bräune, sondern macht das Bräunen nur schonender und sanfter. Statt sich mit zu geringem Lichtschutzfaktor die Haut zu verbrennen, sollte man sich damit lieber vor einem Sonnenbrand bewahren und dafür sichergehen, dass die Sommerbräune länger hält.
Doch schon bevor der Rücken krebsrot angelaufen ist, kann es gefährlich werden. Für einen Sonnenbrand sind zwar nur die starken UV-B-Strahlen verantwortlich, doch sorgen auch die schwächeren UV-A-Strahlen, die für die beliebte Sommerbräune zuständig sind, für Hautalterung und erhöhtes Krebsrisiko. Je länger man einer Bestrahlung ausgesetzt ist, desto höher sind die Risiken für bleibende Schäden. Auch Sonnenstiche, Kreislaufbeschwerden und Übelkeit können durch zu viel Hitze und Sonne ausgelöst werden.
Einige Sommerkinder leiden sogar an einer Sonnenallergie. Das kann von Arzneimitteln, Duftstoffen, Chlor, Salzwasser oder einfach von erblichen Veranlagungen herrühren, was bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen auf UV-A-Strahlen führt. Auch ölhaltige Sonnenschutzmittel können das bewirken und die sogenannte Akne aestivalis, auch Mallorca-Akne genannt, auslösen. Problematisch sind hierbei vor allem solche Produkte zum Sonnenschutz, die man in Cremes und Emulsionen findet, da Emulgatoren enthalten sein können, die allergische Reaktionen begünstigen. Länger als 24 Stunden können diese auf der Haut haften bleiben und dadurch auch später noch zu Reaktionen auf die Unverträglichkeit führen. Sie befinden sich ebenso in manchen Hautpflege- und After-Sun-Produkten. Hilfreich kann dabei somit beispielsweise ein Sonnen-Gel mit hohem Lichtschutzfaktor sein, fett- und emulgatorfrei.






