Studie zu Bildungschancen in Deutschland
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Der soziale Aufstieg in Deutschland wird durch nichts mehr begünstigt, als durch akademischen Erfolg. Das dieser Erfolg, aber von der Schichtzugehörigkeit des Studenten abhängt, macht eine neue Studie deutlich, die den Familienhintergrund deutscher Studenten genau untersuchte.
Im Rahmen des vierten Eurostudent-Reports wurde das deutsche Hochschulsystem genau analysiert. Demnach kommen nur zwei Prozent der deutschen Studenten aus Elternhäusern mit nicht-akademischen Bildungshintergrund (Hauptschulabschluss, Berufsvorbereitungsjahr). Über 70 Prozent der Eltern deutscher Studierender haben dagegen einen akademischen Abschluss.
Der Umkehrschluss dieser Studie ist es, dass es als selbsverständlich gilt mit einem hohen Bildungshintergrund auch selbst ein Studium aufzunehmen.
Die Eurostudent-Studie definiert “niedriger Bildungshintergrund” über die “International Standard Classification of Education”. Hier wird von den Stufen 0-2 ausgeangen, die den Abschluss des Sekundarabschluss I bezeichnen, ausgegangen.
Das Deutsche Studentenwerk diagnostiziert in seiner Sozialerhebung 15 Prozent der Studierenden eine “niedrige soziale Herkunft”. Hierfür wurden auch Daten über die ausgeübten Berufe der Eltern eingezogen.
Diese Zahlen legen nahe, dass der Bildungsaufstieg für Kinder aus nicht-akademischen Haushalten besonders schwer ist. Vergleicht man Deutschland mit 25 anderen europäischen Staaten in puncto Bildungsförderung, so liegt es, zusammen mit Kroatien, Polen und der Slowakei auf dem letzten Platz. Die ersten Plätze belegen die Türkei und Portugal. Bildungsferne familiäre Hintergründe liegen n diesen Ländern bei über 45 Prozent der Studierenden vor.
Die Anzahl Studierender im Ausland liegt bei Studenten mit hohem Bildungshintergund in fast allen Staaten deutlich höher.





