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Überschuldete Jugendliche in Schule und Ausbildung
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Immer mehr Jugendliche in Deutschland befinden sich in Schuldenfalle oder sind zumindest auf direktem Weg dorthin. Die Zahl der Heranwachsenden mit Schulden steigt rasant: zwischen 2004 und 2011 sind die Schuldnerfälle bei Personen unter 20 Jahre um 358 Prozent gestiegen. In ganzen Zahlen sind es etwa 243.000 Schuldner. Und die Betroffenen nehmen mit zunehmenden Alter weiter zu. So sind etwa 1,5 Millionen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren von Schulden betroffen. Auch hier ist ein Anstieg seit 2004 um 46 Prozent zu verzeichnen. Die Gründe dafür sind vielseitig. Zum einen spielt die hohe Jugendarbeitslosigkeit ein Rolle, die allerdings im internationalen Vergleich eher gering sei. Zum anderen bestehe ein zunehmend falscher Umgang mit Geld, der schon in sehr Jungen Jahren beginnt. So wird es teils schon falsch von den Eltern oder Verwandten vorgelebt, die sich ebenfalls vieles auf Kredit kaufen würden. Und wenn sich ein 14-Jähriger 100 Euro von einem Verwandten leiht, die er meist nicht mehr zurückzahlen muss, manifestiert sich die Einstellung, dass geliehenes Geld nicht zurückgezahlt werden muss. Zudem trägt die neue digitale Gesellschaft eine Mitschuld: der Online-Kauf wird immer beliebter, weil so einfach. Mit einem Klick ist ein neues Smartphone oder ein Flatscreen bestellt, ohne sofort Geld übergeben zu müssen. Das “virtuelle Bezahlen” wird dabei zum Problem. Aber auch gerissene und zum Teil fahrlässige Banken und Kreditinstitute, die schnelle und unkomplizierte Geldkredite für jedermann versprechen und auszahlen, treiben Personen in die Schuldenfalle. Dabei werden jedoch hohe Kreditzinsen fällig, die am Ende schon alleine kaum gezahlt werden können. Oft sind es gleich mehrere Gläubiger, die bedient werden müssen. Dabei verliert man schnell der Überblick, was wiederum weitere Kosten für Zins- und Mahngebühren nachsichzieht. Eine Schuldnerberatung ist dann oft der letzte Weg, um die Schulden in den Griff zu bekokmmen. Auch ein Umschulden ist sinnvoll, wobei man die unterschiedlichen Zahlungsrückstände auf einen Geldgeber zu möglichst zinsgünstigen Konditionen überträgt. Gerade für Jugendliche ist es wichtig, den richtigen Umgang mit Geld zu lernen. Daher bieten mittlerweile Schulen und Verbraucherzentralen diverse Veranstaltungen und Fortbildungen für Schüler und Lehrer an.





