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Die Baufinanzierung und ihre Irrtümer

Finanzierung, Quelle: Benjamin Klack / pixelio.de

Es gibt Fehler, die lassen sich nicht so leicht ausbügeln, wie andere. Fehler bei der Baufinanzierung gehören sicherlich zu dieser Gruppe. Deshalb soll an dieser Stelle mit ein paar weit verbreiteten Irrtümern aufgeräumt werden:

Irrtum Nummer eins: Die Immobilienfinanzierung funktioniert auch ohne Eigenkapital. Falsch. Grund: Der Zinsaufschlag.

Irrtum Nummer zwei: Die finanzielle Belastung wird mit den Jahren geringer. Falsch. Grund: Eventuell veränderte Zinsrahmen für das Anschlussdarlehen.

Irrtum Nummer drei: Das beste Darlehensangebot ist das mit dem niedrigsten Zinssatz. Falsch. Günstigster Anbieter ist der, bei dem die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung am niedrigsten ist, aber bei identischer monatlicher Rate.

Irrtum Nummer vier: Ein Prozent Tilgung ist genug. Falsch. Denn hier schrumpft die Restschuld verhältnismäßig langsam.

Irrtum Nummer fünf: Bausparen ist nur was für Spießer. Falsch. Denn das Baugeld ist später billiger als bei der Bank.

Irrtum Nummer sechs: Flexibel bleibt man nur mit kurzen Kreditlaufzeiten. Falsch. Nach zehn Jahren kann jeder Darlehensvertrag mit sechs Monaten Frist gekündigt werden – ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen ist.

Irrtum Nummer sieben: Auf Förderung vom Staat müssen Bauherren verzichten. Falsch.

Irrtum Nummer acht: Von der Hausbank werden Kunden am besten beraten. Falsch. Vergleichen lohnt sich immer.

Irrtum Nummer neun: Die Lebensversicherung ist das bessere Finanzierungsmodell. Falsch. Die Steuervorteile gelten nicht mehr unbedingt.

Irrtum Nummer zehn: Eigenkapital lässt sich leicht durch Eigenleistung ersetzen. Falsch. Es besteht die Gefahr der Selbstüberschätzung. Zudem fällt die Gewährleistung weg.

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