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Forschung: Neuer Marker könnte das Röntgen ablösen

Adenoviren TEM / Wikipedia
In New York wurde ein fluoreszierender Marker entwickelt, der einen Blick in den Körper ermöglicht- ganz ohne Skalpell oder Röntgen.
Bisher nur an Tieren getestet, macht der Marker erstmals innere Organe sichtbar ohne dafür andere Werkzeuge zu benutzen. Aus einem Bakterienprotein wurde diese Substanz von Forschern aus den USA entwickelt.
Mit Adenoviren wurden Markergene bei den Versuchen in Leberzellen von Mäusen eingesetzt. Angeregt durch Infrarotlicht, leuchteten die produzierten Proteine so stark, dass auch bei einem Ganzkörperscan die Leber sichtbar wurde.
Vorteil dabei ist, dass das Fluoreszieren im Gegensatz zu vielen anderen Markern, nicht vom roten Blutfarbstoff geschluckt wird. Ärzte könnten damit zum Beispiel das Wachsen eines Tumors ohne Invasionen überwachen, weshalb ein Durchbruch mit dem neu entwickelten Marker erwartet wird.
Das Protein hierbei ist stabil, nicht zellgiftig und effektiver hell als frühere Fluoreszensmarker. Ob oder wann dieser Marker auch an Menschen eingesetzt wird, ist allerdings noch unklar.
Die Flureszensmarker sind mittlerweile fester Bestandteil der Bioforschung. Die fluoreszierenden Proteine geben den Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Aktivität von einzelnen Genen, aber auch den Zustand von Zellen oder Geweben zu überprüfen. Ursprünglich stammen sie aus Quallen oder Korallen. Nachteilig ist jedoch, dass der rote Blutfarbstoff die Lichtwellenlängen, die das fluoreszierende Licht auslösen, absorbieren. Das Licht des Markers wird auch geschluckt und so leuchten diese bisher zu schwach, um auch von außerhalb des Körpers ersichtlich zu sein.
Aus diesem Grund entwickelten die Forscher das Fluoreszenzprotein aus dem Bakterienpigment Phytochrom. Der nämlich kann Licht im Nah-Infrarot-Bereich sowohl absorbieren als auch emittieren. Bei den Versuchen an Leberzellen von Mäusen stellte sich heraus, dass das Nah-Infrarot fluoreszierende Protein nicht nur ein viel helleres Bild als die anderen Proteine erbrachte, sondern auch stabiler war. Weder Röntgenstrahlen noch radioaktive Kontrastmittel seien dadurch für die Abbildung von Gewebe und Organe mehr nötig.
Die Signifikanz der neuen Forschungen soll sich vor allem in der Anwendung für nicht-invasive Ganzkörper-Scanverfahren zeigen.





