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Lebenslanges Lernen

Lebenlanges Lernen, Quelle: Skokie Public Library_flickr

In den Zeiten der Umstrukturierung des Arbeitsmarktes hört man eine Phrase immer öfter: lebenslanges Lernen. Klar ist, dass der Mensch nie aufhört, zu lernen, denn selbst trotz hohen Alters werden immer neue Erfahrungen gemacht, die im prozeduralen oder deklarativen Gedächtnis gespeichert werden. Was ist also das Besondere am lebenslangen Lernen und weshalb taucht der Begriff erst in den letzten Jahren verhäuft auf?

Klarer Grund: der immer höher werdende Altersschnitt der Deutschen. Um die Renten von Pensionierten weiterhin sichern zu können, bleibt dem Gesetzgeber nichts anderes übrig, als die Schwelle für den Renteneintritt zu erhöhen. Das bedeutet: längere Berufszeiten. Damit einher geht auch der ständige Kampf um Arbeitsplätze. Um auf dem nationalen sowie auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt Bestand zu haben, hilft nur eines: ständige Fortbildungen der eigenen Fähigkeiten, um neben bestens-gerüsteten Berufseinsteigern konkurrenzfähig zu bleiben. Wer einmal studiert und dann darauf spekuliert, sein Leben lang die gleiche Tätigkeit auszuüben, der wird schnell enttäuscht – und arbeitslos. Denn gerade auf Flexibilität kommt es heutzutage an. Mit lebenslangem Lernen ist daher eher die bewusst gesteuerte berufliche und private Entwicklung gemeint. Auch Selbstverwirklichung spielt dabei eine Rolle. So wird ein Volkshochschulkurs im Töpfern vielleicht nicht gerade jobförderlich sein, er trägt jedoch zur Entfaltung des eigenen Selbst bei.

Wer sich weiterbilden möchte, um fit für den Arbeitsmarkt zu bleiben, dem wird das häifig gefördert. Oftmals bieten Firmen kostenlose Schulungen ihrer Mitarbeiter an oder übernehmen die Spesen für Bildungsreisen. Selbst Sprachreisen werden von einigen Konzernen finanziert. Beim Arbeitgeber nachzufragen lohnt sich also fast immer. Auch, wer vielleicht nicht das Glück hat, bereits angestellt zu sein, kann sich weiterbilden. Die Jobcenter der Kommunen bieten oft Kurse für Computerprogramme oder Kommunikationstraining an. Das kann im späteren Beruf hilfreich sein und ist in jedem Fall ein Glanzpunkt in jeder Bewerbung.

Was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr – diese Volksweisheit ist gründlich überholt!

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