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Die Irrtümer zum Thema Sonnenschutz

Sonne und Sonnenschutz / kevindooley
In jedem Jahr und in jedem Jahr noch heißer, wie es scheint, bricht der Sommer wieder über uns herein. Der Sonnenschein lockt jeden nach draußen, doch auch die Irrtümer über den richtigen Schutz beim Sonnenbaden kehren jedes Jahr wieder zurück.
Die Sonne ist zwar äußerst wichtig für unser Immunsystem, die Bildung von Vitamin D und unser geamtes Wohlbefinden, doch darf auch der Sonnenschutz dabei nicht außer Acht gelassen werden. Und nicht alle klugen Tipps, die von Jahr zu Jahr weitergegeben werden, entsprechen auch der Wahrheit.
Das Nachcremen verlängert beispielsweise nicht, wie viele denken, auch die Zeit des Schutzes. Denn Sonnencreme hält nur für eine bestimmte Zeit. So kann der Schutz vor allem nach dem Baden zwar erneuert, jedoch nicht in die Länge gezogen werden. Ebenso unzutreffend ist der Glaube, bereits gebräunte Haut bräuchte keinen Sonnenschutz mehr. Solch eine Bräune bewirkt nur gewissen Schutz vor einer aggressiven UV-Strahlung und nimmt bei intensiver Einstrahlung ebenso Schäden davon. Diese werden allerdings meist erst viel später als vorzeitige Hautalterung oder Altersflecken auch für das Auge sichtbar. Selbstbräuner sind hierbei natürlich keineswegs als Schutz geeignet, da diese nur durch Verbinden mit Bestandteilen der menschlichen Oberhaut in der Hornschicht die Hautoberfläche braun färbt. Das ist ein rein kosmetischer Effekt und ändert absolut nichts an den Fähigkeiten der Haut.
Auch wer sich im Schatten sicher vor Sonnenbrand fühlt, kann böse Überraschungen erwarten. Von Sand, Wasser und Gebäuden können nämlich bis zu 85 Prozent der Strahlung reflektieren. Sonnenschirme und Wolken halten diese Intensität ebenfalls nicht vollständig ab. Deshalb können Menschen mit empfindlicher Haut nach einem Tag am Strand selbst wenn sie diesen unter einem Sonnenschirm verbracht haben, einen Sonnenbrand bekommen. Also auch im Schatten lässt es sich bräunen und dazu ist es noch schonender und gleichmäßiger. Doch während der Mittagszeit sollte es man den Südländern gleichmachen und sich eine Siesta gönnen, statt in der prallen Sonne umherzulaufen.
Überhaupt nicht schützend, sondern auch noch verstärkend auf die Sonne, wirkt Wasser. Selbst einen halben Meter unter Wasser kommen noch bis zu 60 Prozent der UVB- und 85 Prozent der UVA-Strahlen an. Dazu kommt noch, dass man gar nicht bemerkt, wie sie der Rücken rötet, solange die Haut durch das Wasser gekühlt wird. Um das zu verhindern, empfiehlt sich wasserfeste Sonnencreme, die zusätzlich auch die Haut vor Chlor- und Meerwasser schützt. Für Kinder sollte sogar entsprechende Schwimmkleidung mit UV-Schutz vorgesehen werden, denn nicht jede Kleidung schützt. Im Handel gibt es spezielle Kleidung mit einem Lichtschutzfaktor bis zu 40, imprägniert mit Lichtschutzsubstanzen. Manche UV-Strahlen dringen nämlich durch Textilien, besonders durch enge und leichte Hemden oder nasse Stoffe, hindurch. Damit die Haut unter einem dünnen hellen Bikini nicht beschädigt wird, sollte also auch diese Partien eingecremt werden. Der passende Kopfschutz darf natürlich auch nicht vergessen werden.
Beim eincremen ist zu beachten, dass Sunblocker in keinem Fall die Sonnenstrahlen völlig ausschalten können, sondern lediglich einen besonders hohen Lichtschutzfaktor bieten. Manche fühlen sich dabei sicher geschützt und vergessen das wichtige Erneuern des Schutzes. Ein derart hoher Lichtschutzfaktor verhindert dabei jedoch keinesfalls die Bräune, sondern macht das Bräunen nur schonender und sanfter. Statt sich mit zu geringem Lichtschutzfaktor die Haut zu verbrennen, sollte man sich damit lieber vor einem Sonnenbrand bewahren und dafür sichergehen, dass die Sommerbräune länger hält.
Doch schon bevor der Rücken krebsrot angelaufen ist, kann es gefährlich werden. Für einen Sonnenbrand sind zwar nur die starken UV-B-Strahlen verantwortlich, doch sorgen auch die schwächeren UV-A-Strahlen, die für die beliebte Sommerbräune zuständig sind, für Hautalterung und erhöhtes Krebsrisiko. Je länger man einer Bestrahlung ausgesetzt ist, desto höher sind die Risiken für bleibende Schäden. Auch Sonnenstiche, Kreislaufbeschwerden und Übelkeit können durch zu viel Hitze und Sonne ausgelöst werden.
Einige Sommerkinder leiden sogar an einer Sonnenallergie. Das kann von Arzneimitteln, Duftstoffen, Chlor, Salzwasser oder einfach von erblichen Veranlagungen herrühren, was bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen auf UV-A-Strahlen führt. Auch ölhaltige Sonnenschutzmittel können das bewirken und die sogenannte Akne aestivalis, auch Mallorca-Akne genannt, auslösen. Problematisch sind hierbei vor allem solche Produkte zum Sonnenschutz, die man in Cremes und Emulsionen findet, da Emulgatoren enthalten sein können, die allergische Reaktionen begünstigen. Länger als 24 Stunden können diese auf der Haut haften bleiben und dadurch auch später noch zu Reaktionen auf die Unverträglichkeit führen. Sie befinden sich ebenso in manchen Hautpflege- und After-Sun-Produkten. Hilfreich kann dabei somit beispielsweise ein Sonnen-Gel mit hohem Lichtschutzfaktor sein, fett- und emulgatorfrei.





